Eine wesentlich Voraussetzung für die einwandfreie Funktion der GLYCODUR®-Gleitlager im täglichen Betrieb sind Sauberkeit und Sorgfalt beim Einbau.
Das Gehäuse und die übrigen Um-bauteile der Lagerung sollten vor dem Einbau gereinigt und entgratet werden. Bei Gussgehäusen müssen außerdem unbearbeitete Oberflächen im Inneren frei von Formsand sein.
GLYCODUR®-Buchsen und -Bundbuchsen werden zweckmäßigerweise mit einem Einpressdorn eingebaut. Indem in die Mantelfläche des Dorns ein O-Ring eingesetzt wird, lässt sich das Lager auf einfache Weise auf dem Dorn halten.
Der Einbau wird erleichtert, wenn die Lagersitzfläche ein wenig eingeölt oder einfettet wird.
Beim Einbau von größeren Buchsen ist ein Montagering empfehlenswert, durch den die Lager ausrichtet und vorzentriert werden, damit sie beim Einpressen nicht verkanten. Durch Verwendung einer Festschmierstoff-paste mit Molybdändisulfid (MoS2) lässt sich außerdem die Fress-neigung verringern und die Einpress-kräfte herabsetzen.
Buchsen und Bundbuchsen in sehr hoch belasten Anwendungen müs-sen so eingebaut werden, dass die Stoßfuge um 90° zur Lastzone ver-setzt ist, um nicht die Gebrauchs-dauer zu verringern.
GLYCODUR®-Lager können auch durch Kleben im oder am Gehäuse befestigt werden. Es muss sicher-gestellt sein, daß der Klebstoff sich für die zu erwartenden Betriebstem-peraturen eignet und hinsichtlich Ausdehnungsverhalten, Festigkeit und Aushärtung den Anforderungen entspricht. Liegt keine Betriebs-erfahrung vor, so ist direkt mit den Herstellern von Klebstoffen Verbin-dung aufzunehmen. Keinesfalls darf beim Einkleben der Lager Klebstoff auf die Gleitfläche gelangen.
Die Gleitpartner sind ebenfalls vor der Montage zu reinigen und auf Vorschädigungen zu prüfen. Beim Einführen der Welle in das Lager muss die Beschädigung der Lager-gleitschicht durch scharfe Kanten, Grate usw. vermieden werden.
Bei Anlaufscheiben ist auf die rich-tige Einbaulage, d.h. Stahlrücken gegen Gehäusewand, zu achten.
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