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Gestaltung der Anschlussstelle

Ist eine Eindrehung am Gehäuse nicht möglich, dann sollten die Anlaufscheiben mit zwei Pass- oder Gewindestiften, Schrauben (siehe ) oder durch Kleben am Gehäuse befestigt werden. Um Beschädigungen zu vermeiden, müssen außerdem die Köpfe der Stifte oder Schrauben jeweils um mindestens 0,3 mm gegenüber der Lagergleitfläche versenkt werden.

Die Wellenabsätze, die Gleitpartner für GLYCODUR® Lager sind, müssen immer breiter sein als das Lager selbst, um ­Absatzbildungen in der Gleitfläche des ­Lagers zu vermeiden. Dies ist besonders wichtig, wenn zwischen Welle und Gehäuse Axialverschiebungen infolge von Län­genänderungen o.ä. auftreten können.

Die Gehäusebohrung zur Aufnahme des Gleitlagers sollte immer eine Fase erhalten, damit sich die Buchsen einfacher in das Gehäuse einpressen lassen, zumal geschlitzte Buchsen oft eine gewisse Stoßfugenöffnung und Ovalität aufweisen. Die Wellenenden sind zur Vermeidung einer Beschädigung der Gleitschicht beim Einführen in die Buchse ebenfalls mit einer Fase zu versehen. In beiden Fällen sollte Winkel der Fase 10 bis 15° betragen (siehe )

Ist eine axiale Positionierung von GLYCO­DUR®-Buchsen vorgesehen, so ist der Durchmesser von Gehäuseschultern nicht kleiner als d = +0,8 mm ­auszuführen.

Ein genaues Fluchten der Lagerstellen ist vor allem bei trocken laufenden GLYCO­DUR® F Lagern besonders wichtig. Sofern sich Fluchtungsfehler zwischen den Lagerstellen nicht vermeiden lassen, müssen durch konstruktive Maßnahmen unzulässig hohe Kantenbelastungen verhindert werden. Diese Maßnahmen können z. B. darin bestehen, dass an der Gehäusebohrung die Fasen vergrößert werden oder eine breitere Buchse verwendet wird, die auf beiden Seiten des Gehäusesitzes übersteht (siehe ).

Wenn Fluchtungsfehler auszugleichen sind und die Betriebsbedingungen die Verwendung von GLYCODUR®A-Buchsen zulassen, dann sollten Buchsen mit einer Bearbeitungszugabe (GLYCODUR® AB) gewählt werden, deren Gleitschicht nach dem Einbau durch Bohren oder Reiben nachgearbeitet werden kann.

Wellen, die sowohl radial als auch axial geführt werden müssen, sind der Belastung entsprechend mit Bundbuchsen oder Kombinationen aus Buchsen und Anlaufscheiben (siehe ) zu versehen. Schon bei kleinen Axialbelastungen ist die Verwendung von Anlaufscheiben oder Bundbuchsen von Vorteil, besonders dann, wenn keine hinsichtlich des Werkstoffes oder der Bearbeitung geeignete Anlauffläche vorhanden ist.

 

Bei der Verwendung von Bundbuchsen muss darauf geachtet werden, dass beim Gehäuse der Übergang von der Anlagefläche zur Bohrung so abgeschrägt ist, dass er nicht am Radius der Buchse anliegen kann (siehe ). 

Anlaufscheiben werden in der Regel durch einen Pass- oder Gewindestift gegen Mitdrehen gesichert, wie in   gezeigt. Die radiale Festlegung erfolgt über eine Eindrehung im Gehäuse. Die Anlaufscheibe muss im gesamten Umfang unterstützt sein. Die erforderlichen Maßangaben für diese Art der Befestigung sind den Lagertabellen für [GLYCODUR® F] und [GLYCODUR® A] zu entnehmen.

– Anschlussstelle A

Anfasung an Welle und Gehäusebohrung

– Anschlussstelle B

Vermeidung von zu hohen Kantenbelastungen durch Verwendung einer längeren GLYCODUR®-Buchse

– Anschlussstelle C

Kombination einer GLYCODUR® Anlaufscheibe mit einer zylindrischen Buchse

– Anschlussstelle D

Fase an Gehäusebohrung bei Verwendung einer GLYCODUR® Bundbuchse

– Anschlussstelle E

Befestigung von GLYCODUR®-Anlaufscheiben

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